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Warum ein „Hey, wie gehts es dir?“ mehr als nur eine Floskel ist.

Warum ein „Hey, wie gehts es dir?“ mehr als nur eine Floskel ist.

Ob als Plattitüde oder Eisbrecher, als Eröffnung von Gesprächen mit unseren Familien, mit Freunden oder Kollegen. Sogar unsere Kunden fragen wir, ob alles gut ist. Sogar unsere Kunden fragen wir, ob alles gut ist. 

Die Antwort ist bei uns allen immer gleich: "Gut".  Aber stimmt das wirklich?

Parallel zu deiner gelernten Antwort ,die ganz automatisiert kommt, fallen dir direkt die ersten zwei Dinge ein, die ganz und garnicht gut laufen… Wir stehen somit vor mehreren Herausforderungen.

  1. Uns ist gar nicht bewusst, ob es uns wirklich gut geht.
  2. Wir wollen den Schein wahren, dass es uns gut geht.
  3. Wir erzählen uns selber die Lüge, dass alles gut ist.

 

Ich bin der Meinung, dass wir natürlich nicht jedem unsere Leidensgeschichte mitgeben müssen. Aber wenigsten wir selbst sollten doch wissen, wie es uns wirklich geht. Sobald wir das wissen, können wir immer noch entscheiden, ob und wenn ja, wem wir wie antworten.

Hier meine drei Ansätze, wie wir auf die Frage: „Wie geht es dir?“ antworten können, ohne uns selber anzulügen und unseren Gegenüber als persönlichen Therapeuten zu benutzen.

 

„Mir geht es gut, obwohl es momentan sehr stressig ist.“

Du bist ehrlich, zeigst dem Gegenüber aber deutlich, dass er sich keine Sorgen um dein Wohlbefinden machen muss. 

 

„Ganz ehrlich: …“

Eine Antwort, mit der Viele nicht rechnen werden. Ich empfehle dir aber sie mal ausprobieren. Eventuell zuerst bei Freunden oder im Bekanntenkreis, um deine Neukunden nicht direkt im ersten Gespräch mit deinem emotionalen Ballast zu überfordern.

 

„Ich arbeite gerade an Projekt X, das ist sehr fordernd/inspirierend/motivierend. Und wie geht es dir?

Diese Antwort nutze ich gerne in meinem beruflichen Umfeld. Ich kann direkt verdeutlich, dass die Arbeit momentan eine große Rolle einnimmt. Gleichzeitig gebe ich die Frage an meinen Gegenüber zurück und er ist an der Reihe zu antworten. Durch meine Antwort zum aktuellen Projekt konnte ich das Gespräch so ganz unterschwellig in eine Richtung (Business) lenken. Das funktioniert so auch sehr gut im Bekanntenkreis wenn ihr zum Beispiel über euren Urlaub sprechen wollt.

 

Nun wissen wir, wie wir auf die Frage antworten können, ohne uns selber hinters Licht zu führen. Es gehören aber immer zwei Menschen zu einer Unterhaltung und was ist, wenn du den Part des Fragenden übernimmst?

Fragst du nach dem Wohlbefinden des anderen, um ihn/sie besser kennenzulernen? Egal welche Motivation du verfolgst, beobachte in den nächsten Tagen, ob du deinem Gesprächspartner während er antwortet auch wirklich zuhörst. Stellst du Zwischenfragen? Hast du wirklich Interesse oder nutzt du „Wie geht es dir?“ doch nur als simplen Einstieg?

Richtig formuliert und richtig betont kann ein „Wie geht es DIR?“ seinen Zweck sehr gut erfüllen. Solltest du aber mal eine Alternative ausprobieren wollen, habe ich dir ein paar Vorschläge vorbereitet.

  • Hey, hattest du einen entspannten Tag?
  • Was gab es bei dir zum Frühstück/Mittag/… ?
  • Wie war dein Start in den Tag?
  • Schön dich kennenzulernen, magst du mir ein wenig von deinem Job/Familie/… erzählen?
  • Hast du irgendwelche Pläne für den restlichen Tag?
  • Konntest du alles erledigen, was du dir vorgenommen hast?
  • Ich habe gesehen/gehört/gelesen, dass du an Projekt X arbeitest. Wie kamst du denn auf die Idee?

Unabhängig von deinen Beweggründen sollte dir dein „Warum?“ immer bewusst sein. Egal ob du die Frage stellst oder beantwortest.

 

Es geht nicht darum, die perfekte Unterhaltung zu führen. Manche Gespräche sind mühselig und das ist absolut okay. Was dabei aber wichtig ist: Du solltest dir darüber im Klaren sein, wie es dir dabei gerade geht!

Hier also abschließend meine Tipps, um euer Bewusstsein in Unterhaltungen zu schärfen:

  • Als Fragender höre bei der Antwort auch wirklich zu!
  • Beobachte deinen Gegenüber, sowohl bei seiner Antwort als auch wenn er die Frage stellt.
  • Suche nach Parallelen zwischen dir und deinem Gesprächspartner.
  • Sei ehrlich! Lügen haben noch nie etwas dazu beigetragen, eine persönliche Bindung zwischen zwei Menschen aufzubauen. 

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