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4 Fakten warum es keine Work Life Balance gibt!

Als ich gestern eine Recherche zum Thema „Work Life Balance“ durchführte, habe ich mir den Verlaufschart der Google Suchen für die Wortphrase „Work Life Balance“ im Zeitraffer von 2004 bis heute in Deutschland angeschaut.

Dabei kam folgendes Bild zum Vorschein:

 

(Quelle: Google Trends, Suchbegriff „Work Life Balance“, 2004 – heute, Deutschland)

Man kann deutlich erkennen wie stark das Interesse der Menschen an dieser vermeintlichen „Work Life Balance“ zugenommen hat. Zehntausende haben sich bereits daran versucht etwas zu erklären, für das es keine vernünftige Erklärung gibt. Ich bin ein absoluter Gegner einer „Work Life Balance“, einer „Work Life Harmonie“ oder sonst anderen Phrasen die einem ein Ideal vorgaukeln wollen, welches es nicht gibt.

Die „Work Life Balance“ ist ein Mythos! Entstanden aus einer Digitalisierungswelle innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte. Wir sind vernetzt worden, wahrlich vernetzt worden in ein Labyrinth ständiger Erreichbarkeit, ständiger Informationsverfügbarkeit und ständiger Kontrollmöglichkeit.

Dieses Spinnennetz hält uns auf eine gewiefte Art und Weise gefangen und grinst uns dabei an als hätten wir eine Freiheit gewonnen die uns das Leben leichter macht. Doch das ist ein irrsinniger Trugschluss.

In den folgenden 4 Fakten zeige ich dir warum die „Work Life Balance“ nicht existiert und warum der „Life Balance“ Ansatz der Richtigere ist um seine Lebensbereiche in ein Gleichgewicht zu bringen:

 

Fakt 1: „Work“ steht vor „Life“

Die Anordnung der Worte in der Phrase mutet schon an, dass „Work“ wichtiger und bedeutender als „Life“ ist. Es ist aber das Leben was es uns überhaupt erst ermöglicht an Arbeit zu denken. Es ist das Leben welches uns mit den Fertigkeiten ausstattet überhaupt dazu in der Lage zu sein etwas wertschöpfendes für die Umwelt zu leisten! Es sind die Erfahrungen in der Kindheit die unsere Persönlichkeit schleifen. Es ist unsere Jugend die uns Grenzen testen lässt. Es ist eine Ausbildung die uns lehrt und unseren weiteren Weg maßgeblich ebnet. Es ist viel mehr „Life“ was uns als Individuum ausmacht.

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Fakt 2: „Work“ ist nicht mal die halbe Wahrheit

Wenn wir uns aus dem Gleichgewicht gebracht fühlen, denken wir oft sofort an die „Work Life Balance.“ Wir denken, wir müssten in diesen beiden Bereichen etwas gerade rücken um wieder funktionieren zu können. Dabei ist die Betrachtung von „Work“ und „Life“ aber einfach zu kurz gedacht. Sie ist zu abstrakt und impliziert, dass es neben diesen beiden großen Schlagwörtern nichts anderes mehr gibt. Aus der Phrase heraus beansprucht „Work“ die Hälfte unseres Lebens. Mag sein, dass wir gefühlt die Hälfte unseres Lebens an der Arbeit verbringen, aber das ist ein anderes Problem. In Wahrheit hat Arbeit keinen größeren Stellenwert als Familie, Freunde, Umfeld, Spiritualität, Kreativität oder als mein Sein und Glauben.

 

Fakt 3: Wenn es hart auf hart kommt muss „Life“ hintenanstehen

Besonders alle Angestellten wissen dies nur zu gut: wenn es wirklich hart auf hart kommt, interessiert dein Lebensanspruch erstmal gar nicht. Die Arbeit zu der du dich vertraglich verpflichtest hast schreibt dir einen genauen Plan vor, der häufig eher unflexibel ist und äußerst ungern auf deine Lebensbedürfnisse reagieren mag. Der Grund hierfür ist, dass wir uns bei der Digitalisierung 20 Jahre lang weiterentwickelt haben, aber bei der Art und Weise wie du deine Arbeitsleitung erbringen musst hängen wir gefühlt noch in den Siebzigern fest. Modern ist anders!

 

Fakt 4: Das Leben nimmt das was noch übrig ist von dir

Und das ist mitunter nicht viel. Deine Energiereserven sind aufgebraucht am Ende des Tages. Und dann schlägt aber dein Anspruch an das Leben mit der vollen Härte zurück. Fitnesstraining, gesundes Essen, Einkaufen, Lesen, Entspannen oder aber bei Eltern mit Kindern die Elternabende, Fußball Training mit dem Sohn, Klavierunterricht der Tochter, etc. Die Liste ließe sich unendlich fortführen. Dabei ist klar das diese Szenarien jeden Menschen ab einem gewissen Stresslevel zwangsläufig an die „Work Life Balance“ denken lassen.

 

Ich verfolge den Ansatz der „Life Balance.“ Dies ist der richtige Ansatz denn er klammert alle anderen Lebensbereiche zunächst einmal aus. Der „Life Balance“ Ansatz analysiert Wichtigkeit und Status eines jeden einzelnen Lebensbereiches und zielt darauf ab unter Umständen auch gehörig aufzuräumen, sollte der ein oder andere Lebensbereich übermüllt sein. Und dies kann unter Umständen auch der Job sein.

Lass uns das Leben ganzheitlich betrachten. Dein Leben hat es verdient!

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