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Wenn die Karriere krank macht: 5 Krankheiten die ihren Ursprung im Job haben könnten

Wenn die Karriere krank macht – oder bin ich im falschen Film?

Erkennst du dich in den folgenden Abschnitten wieder? 

Du stehst voll im Berufsleben, du bist erfolgreich. Die Zahlen auf deinem Kontoauszug zeigen dir jeden Monat aufs Neue: Deine Strategie ist voll aufgegangen, deine Anstrengungen über die Jahre haben sich gelohnt!

Eigentlich solltest du glücklich sein. Die Freude über die letzte Gehaltserhöhung und das Angebot, die Bereichsleitung als Senior Manager bei einem äußerst erfolgreichen und bekannten Global Player zu übernehmen, mag sich aber nicht so recht einstellen…

Stattdessen spürst du immer wieder ein nagendes, nerviges Gefühl … eine Ahnung: Etwas stimmt nicht

Der Umgang mit diesem Gefühl wird zunehmend kompliziert: Die Strategie, es einfach zu ignorieren greift irgendwann nicht mehr. Stattdessen taucht es immer häufiger auf: das nagende Etwas beschäftigt dich abends, wenn du eigentlich schlafen solltest. Du grübelst, was es bedeuten soll, ärgerst dich über dich selbst.

Du hast alles erreicht, was du dir immer gewünscht hast. Sei doch einfach zufrieden! 

Wenn du morgens aufwachst, stellt sich mit dem ersten Gedanken auf deinen Kalender ein unangenehmer Druck ein. Und während des letzten Urlaubs (wann war der nochmal?) war dir gar nicht nach Freizeit. Das Buch, das du schon so lange lesen wolltest, konnte dein Interesse nicht nachhaltig wecken und die Gespräche mit deiner Partnerin drehten sich fast ausschließlich um ihre Unzufriedenheit mit der Beziehung.

Seit wann streitet ihr so häufig?  

Kann der Beruf mich krank machen?

Du hast schon mehr als eine große Herausforderung mit Bravour gemeistert. In deinem Geschäftsleben. Doch wie sieht es in den anderen Lebensbereichen aus?

Wie steht es um deine Gesundheit?

Wann warst du das letzte Mal beim Gesundheits-Check?

Lebst du in einer Beziehung, in der beide Partner zufrieden sind?

Führt ihr eine gleichberechtige Partnerschaft?

Hast du Zeit für Hobbys und Freunde?

Zeit für dich selbst auch außerhalb deiner Familie?

Wie häufig trinkst du Alkohol?

Bedenklich oder unbedenklich?

Nimmst du Medikamente, um dein Leistungsniveau halten zu können?

Oder brauchst du sie bereits um funktionieren zu können?

Schläfst du regelmäßig und ausreichend?

Oder liegst du nachts sehr oft wach?

Wie steht es um deine Essgewohnheiten?

Ernährst du dich regelmäßig und ausgewogen?

Im Folgenden stelle ich dir fünf Krankheiten vor, welche immer wieder in Zusammenhang mit stressreichen Berufen gebracht werden. Entdecke und lerne sie kennen und überprüfe für dich selbst ob auch du bereits Symptome aus deinem Job erkennst.

Krankheit #1: Alkohol – die Erlösung vom Stress

Im Geschäftsleben kommst du am Alkohol oft nicht vorbei: Projekttermine mit ausgiebigem Geschäftsessen in Frankreich, ein Auswärtstreffen mit Partnern aus dem Baltikum, abends ein Absacker zum „Runterkommen“. Tagsüber vielleicht noch ein, zwei Gläschen, um auf den erfolgreichen Abschluss anzustoßen.

Klingt erst mal nicht verdächtig, gehört schließlich dazu. Leider lernt das Gehirn ganz nebenbei, dass Alkohol dich entspannt (der Absacker) und es verknüpft das Trinken mit Erfolgserlebnissen (zum Beispiel dem Vertragsabschluss). Diese positiven Assoziationen bilden einen fruchtbaren Boden für den Einstieg in eine Sucht.

Still und heimlich fängt es an

Du bist unter Druck, deine Zahlen stimmen nicht? – Unbemerkt wird aus dem gelegentlichen Absacker ein Ritual. Immer wieder ertappst du dich dabei, dass du den Abend herbeisehnst.

Alleine im Hotel, das Glas in der Hand. Abschalten! Loslassen! Runterkommen!

Auch wenn du grundsätzlich auf der Seite der Erfolgreichen stehst: Rückschläge und Misserfolge sind Teil jeder Laufbahn.

Ein Drink hilft scheinbar über frustrierende Erlebnisse hinweg, er hebt die Stimmung.

Leider häufig mit (zu) vielen unerwünschten Effekten.  

Natürlich bist du umfassend über Alkoholismus informiert – als Führungskraft weißt du um die Problematik, kennst die Zeichen, auf die du bei deinen Mitarbeitern achten musst. Du kennst vielleicht sogar Zahlen, nämlich dass rund 18 Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen in Deutschland einen „riskanten Alkoholkonsum“ aufweisen. (Quelle: Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2018).

Theoretisch weißt du das. 

Schließlich hast du deinem Team gegenüber einer Fürsorgepflicht. DIE FÜRSORGEPFLICHT BESTEHT ABER AUCH DIR SELBST GEGENÜBER. Diese Tatsache fällt allzu häufig unter den Tisch. Wie solltest du deiner Verantwortung gerecht werden, wenn du selbst krank bist? Genau das ist Alkoholismus nämlich: eine Krankheit, keine Schande.

Riskanter Konsum oder schon süchtig?

Bist du krank?

Eine verlässliche Diagnose können nur Fachärzte oder Psychologen stellen. Im Grunde spielt die Ausprägung in diesem Augenblick noch keine Rolle. Wichtig ist jetzt, dass du es dir selbst eingestehst, falls der Drang nach Alkohol eine zu große Rolle in deinem Leben einnimmt. Und dass du nicht versuchst, alleine damit fertig zu werden.

Darauf zu warten, bis Kollegen dich darauf ansprechen, ist ebenso „sinnlos“.

Denn seien wir ehrlich: Sie werden es dir gegenüber nicht erwähnen. Alle wissen es, niemand spricht darüber. Lass Kollegen an dieser Stelle einfach Kollegen sein. Jetzt geht es um DICH.

Mein Vorschlag: Setz dich abends in einen bequemen Sessel, leg die Beine hoch und atme tief durch. Denk an deine Trinkgewohnheiten und frage dich selbst: Hast du ein Problem? Wenn du ehrlich bist, kennst du die Antwort.

Lautet die Antwort „ja“?  – Dann ist es an der Zeit, darüber nachzudenken, welche Auslöser dahinterstecken. Die einfachste Erklärung lautet natürlich: Der Stress ist schuld! Der Stress in der Beziehung, der Stress im Job, der Stress mit dem neuen Kollegen, und und und….

Du wirst dein Problem langfristig nur lösen können, wenn du es bis in seine ganze Tiefe analysierst und Konsequenzen daraus ziehst. Alles andere ist Kosmetik und damit Zeitverschwendung.

Wenn dir dieser Schritt jetzt im Augenblick zu weit geht, dann warte noch ein paar Tage – aber bleib dran! Du bist auf dem richtigen Weg. Du wirst diese Herausforderung meistern und gestärkt daraus hervorgehen.

Okay, also weiter … versuche nun, den roten Faden deines Alkoholkonsums zurückzuverfolgen.

Wie lange trinkst du schon für dich alleine? Um runterzukommen? Um zu vergessen? Um einzuschlafen? 

Oder um morgens das mulmige Gefühl, die Abneigung gegen den neuen Tag, mit all seinen Anforderungen und Pflichten, zu betäuben?

Denk nach: Wann ist dieses Ziehen in den Eingeweiden am stärksten? Wenn du an deinen Job denkst, stimmt‘s?

Jetzt könntest du einwenden: „Wenn ich daran denke, alles hinzuwerfen, dann spüre ich durchaus Erleichterung – und auch Widerstand. Schließlich habe ich so viel Zeit, Geld und Energie in meine Karriere investiert. Das soll alles umsonst gewesen sein?“

Krankheit #2: Bluthochdruck – der Druck, den du nicht spürst

Ein erhöhter Blutdruck tut nicht weh. 

Deshalb bemerken ihn die meisten Menschen erst zufällig im Rahmen eines Check-ups beim Arzt oder – im Extremfall – wenn sie einen Herzinfarkt erleiden. So weit muss und soll es nicht kommen.

In den meisten Fällen – rund 95 Prozent – liegt die Ursache für hohen Blutdruck (primäre Hypertonie) in der genetischen Veranlagung. Diese Tatsache entlässt dich jedoch nicht aus der Verantwortung. Im Gegenteil: Eine genetische Disposition bedeutet, du tendierst zu Bluthochdruck, dein Risiko ist erhöht.

Ob dein Blutdruck tatsächlich aus den Fugen gerät, hast du bis zu einem gewissen Grad selbst in der Hand. Im Alter zwischen 35 und 50 ist eine Hypertonie kein unabwendbares Schicksal. Als die wichtigsten Auslöser gelten:

  • Übergewicht und ungünstiges Essverhalten
  • zu wenig Bewegung
  • erhöhter Alkoholkonsum (das hatten wir ja schon!)
  • Rauchen
  • chronischer Stress

Ich weiß – die Geschäftswelt lädt dich richtig gehend dazu ein, gleich mehrere der genannten Risikofaktoren zu erfüllen. Deadlines, endlose Meetings, Geschäftsreisen. Regelmäßiges, ausgewogenes Essen steht nicht auf der Agenda. Du verpasst den richtigen Zeitpunkt für eine Essenspause und tappst in die Heißhungerfalle oder dein Magen ist durch die Kekse vom Konferenztisch bereits bedient. In Kombination mit zu wenig Bewegung und Stress lieferst du dem Bluthochdruck die perfekte Basis.

Ich möchte dich dazu ermutigen, über zwei Dinge nachzudenken:  

1. Welche Rolle spielt übertriebener Ehrgeiz in diesem Zusammenhang? Ist das Tempo, mit dem du „nach oben“ willst angemessen? Setzt du dich selbst unter Druck? Was glaubst du: Welche Erwartungen hat dein privates Umfeld an dich?

2. Wie wichtig ist es dir, deinen Weg im gewohnten Tempo weiterzugehen? Welchen Preis wirst du dafür zahlen – außer deiner Zeit?

Noch ein Hinweis zu den Symptomen des Bluthochdrucks:

Wie bereits erwähnt, bleibt Hypertonie bei den meisten Menschen lange unentdeckt. Das liegt einerseits daran, dass ein erhöhter Blutdruck anfangs keine Beschwerden verursacht – Schäden richtet er trotzdem an.

Treten schließlich die ersten Symptome auf, werden sie von medizinischen Laien nicht mit dem Blutdruck in Verbindung gebracht. Auch du denkst wahrscheinlich an Stress als Ursache, wenn dich Schlafstörungen, innerer Unruhe, Kopfschmerzen oder Herzklopfen plagen.

Mein dringender Rat: Vereinbare einen Gesundheits-Check bei deinem Hausarzt. Diese Untersuchung zählt zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

Trotzdem musst du dir darüber im Klaren sein: Der Arzt kann die Ursache deines Problems nicht lösen. Er kann dir helfen, deinen Blutdruck (das Symptom) unter Kontrolle zu bekommen, den „Druck“ kann er dir nicht nehmen. Dein Körper wird weiter rebellieren, wenn du dein Problem nicht an der Wurzel packst.

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Krankheit #3: Burn Out – das Erlöschen der Flamme trifft auch Siegertypen

Burnout gilt neben Depression inzwischen als Volkskrankheit, man könnte Burnout auch als Stress-Krankheit bezeichnen.

In einer umfangreichen Untersuchung für die Studie „Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ befragte ein Team rund 6000 Personen zu ihrem Stresserleben. Elf Prozent der Befragten berichteten über eine starke Stressbelastung.

Das Erleben von Stress ist eine subjektive Empfindung, die zum Beispiel von diesen Faktoren beeinflusst wird:

  • soziale Unterstützung (Kollegen, Vorgesetzte, Partnerschaft, Freundschaften)
  • Allgemeinzustand (Alter, Gesundheit, Fitness)
  • Dauer der Belastung (akut/kurz vs. langfristig/chronisch)
  • Sinnhaftigkeit (individuelle Bewertung)
  • Verhältnis zwischen Anforderung und Kompetenz (Aufgabe wird als machbar eingeschätzt)

Mein Tipp: Nimm dir ein Blatt Papier und gib zu jedem der fünf Bereiche eine schriftliche Einschätzung ab.

Fühlst du dich positiv mit den Menschen in deinem Umfeld verbunden?

Bist du in deinem Netzwerk gut aufgehoben oder agierst du als Einzelkämpfer?

Wie steht es um deine Gesundheit?

Seit wann verspürst du dieses unangenehme Druckgefühl und die ernsthaften Zweifel?

Erlebst du deine Arbeit und die Ziele, die du dir gesetzt hast, NOCH als sinnstiftend und motivierend? Hat sich deine Einschätzung vielleicht verändert?

Erlebst du deine Ziele als Herausforderung, die dich anspornt, oder bist du eher der Sklave dieser Ziele?

Einfach nur gestresst? 

Du spürst seit einiger Zeit eine Art „Stumpfheit“, die sich immer wieder bemerkbar macht?

Ab und zu – ganz vereinzelt – steigen Zweifel am Sinn deiner Arbeit auf. Diese Gedanken erschrecken dich, aber zum Glück verschwinden sie auch wieder oder es gelingt dir, sie zu verscheuchen.

Wenn du dich in diesen Zeilen wiederfindest, kannst du davon ausgehen, dass sich dieses Phänomen eher verstärkt, anstatt wieder ganz zu verschwinden. Woher ich das weiß? – Aus eigener Erfahrung.

„Warum sollte ausgerechnet MICH ein Burnout erwischen?“ 

Die Frage ist berechtigt. Schließlich stehst du auf der Seite der Sieger. Du bist erfolgreich, hast durchaus schwere Schlachten geschlagen – dich aber letztendlich durchgesetzt.

Was soll die Frage also? 

Sie hat ihre Berechtigung, denn: Die Wissenschaft unterscheidet positiven (Eustress) und negativen Stress (Distress). Für den Körper bedeutet Stress in erster Linie eine Aktivierung des sympathischen Nervensystems. Ob diese Aktivität positiv oder negativ erlebt wird, hängt von der Bewertung der Situation durch den Betroffenen ab.

Das bedeutet: Ein hohes Stresslevel (eine erhöhte, langfristige) Aktivität des Sympatikus führt je nach körperlicher Konstitution zu Erschöpfung. So kann auch großer Erfolg in eine negative Spirale münden. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der ehemaliger Skispringer Sven Hannawald. Er ging als erster Springer in die Geschichte der 4-Schanzen-Tournee ein, der aus allen vier Einzelspringen als Sieger hervorging. Nach der Tournee fiel er in ein Loch aus körperlicher und seelischer Erschöpfung.

Du siehst: Burnout trifft nicht nur überarbeitete Pflegekräfte oder genervte Lehrer.

Nimm deine Symptome ernst und sei ehrlich zu dir selbst:

Wie lange fühlst du dich schon so diffus unwohl, beschäftigen dich Sätze, die zu oft „eigentlich“ enthalten? – Eigentlich kann ich zufrieden sein. Eigentlich bin ich am Ziel und darf stolz und glücklich sein. Eigentlich wollte ich noch die zwei wichtigen Verbesserungsprojekte abschließen, die mir einen satten Bonus am Ende des Jahres garantieren. Stattdessen sitze ich seit Stunden vor der geöffneten Excel-Tabelle – ich fühle mich wie gelähmt, finde keinen Anfang. Schon das Drücken einer einzigen Taste erfordert so viel Kraft...

Wo ist mein Drive? 

Eine allgemeingültige Antwort dafür gibt es nicht. Dein Leben scheint nicht im Gleichgewicht zu sein.

Es bedeutet immer wieder eine große Herausforderung, gewohnte Denkbahnen zu verlassen – auch wenn das der Job regelmäßig von dir fordert. Hier geht es um dein eigenes Leben. Das ist eine andere Art von Challenge.

Bleib realistisch!

Kein Mensch ist immer glücklich – das gibt schon die Gehirnchemie nicht her. Irgendwann sind die Botenstoffe alle ausgeschüttet oder ein Gewöhnungseffekt tritt ein.

Deshalb an dieser Stelle meine Frage: Welche Erwartungen hast du an dein Leben, oder konkreter: Wie viel Glück und Zufriedenheit sollen dir beruflicher Erfolg, ein weiterer Schritt „nach oben“ oder der nächste Bonus bescheren? Was glaubst du? Sind diese Erwartungen realistisch?

Ein schweres Burnout braucht eine medizinische Behandlung. Diese Unterstützung solltest du bei Bedarf in Anspruch nehmen. Doch weder ein Psychotherapeut noch ein Facharzt können mit dir professionelle Strategien für einen beruflichen Change erarbeiten. Für diese Schritte ist ein Exit-Coaching die effektivere Alternative.

Krankheit #4: Magenbeschwerden – der Stress Rebell, der im Magen wütet

Stress schlägt vielen Menschen auf den Magen. Der Grund dafür liegt in unserer Natur:

Bei Gefahr steigt der Stresspegel, die Hypophyse gibt das Signal an die Nebennierenrinde, den Körper mit Adrenalin zu überschwemmen. Es geht ums Überleben: Kampf oder Flucht.

In beiden Fällen leitet der Organismus die vorhandene Energie ins Gehirn (Konzentration auf die Gefahr) und die Extremitäten (kämpfen oder flüchten). Die Verdauung muss warten. Das hat Konsequenzen:

  • Die Nahrung im Magen-Darm-Trakt bleibt länger liegen. Das kann zum Beispiel zu Übelkeit, Blähungen und Verstopfung führen.
  • Vielleicht entscheidet der Körper auch, überflüssigen Ballast loszuwerden – Durchfall ist eine mögliche Folge.

Die hier beschriebene Reaktion ist die Folge von akutem Stress. Einen vorübergehenden Termindruck etwa am Ende einer Projektphase steckt der Körper weg. Chronische Stresszustände bringen den Organismus allerdings früher oder später an seine Grenzen. Die Rebellion im Magen fällt oft als erstes auf.

Neben den beschriebenen Faktoren, schlägt das Berufsleben noch auf andere Weise auf den Magen:

  • Einseitiges Essen mit zu wenig Ballaststoffen bringt die Verdauung durcheinander und schwächt das Mikrobiom im Darm. Der Einfluss der Darmflora auf unser physisches und psychisches Wohlbefinden ist inzwischen wissenschaftlich gut untersucht.
  • Unregelmäßige Essenszeiten, ungewohnte Speisen (Auslandsaufenthalte) und Jetlag tragen ebenfalls ihren Teil zu dem Problem bei. Eine Reizung der Magenschleimhaut, bis hin zur Entzündung ist äußerst schmerzhaft. Der Magen sendet das Signal: Es reicht!

Kennst du diese Situation? Diese Frage bräuchte ich im Grunde nicht zu stellen, denn unser Job birgt hier nun mal Risiken.

Trotzdem: Es gibt immer Alternativen und Rädchen, an denen man drehen kann.

Krankheit #5: Rückenschmerzen - die Runden im Hamsterrad gehen auf die Knochen

Die Zeiten, in denen Menschen sich „das Kreuz kaputt schuften“ mussten, sind weitgehend vorbei.

Die meisten körperlich anstrengenden Tätigkeiten erledigen inzwischen Maschinen. Trotzdem zählen Rückenschmerzen laut Robert-Koch-Institut immer noch zu den Volkskrankheiten.

Im Zusammenhang mit Stress ist klar: Druck, egal ob durch Ehrgeiz, Schwierigkeiten oder Quartalszahlen hervorgerufen, erhöht die Muskelspannung – der Körper schaltet in den Kampfmodus.

Dauerhafte Verspannungen setzen eine Negativspirale in Gang:

Verspannung → Schmerz → Schonhaltung → Verspannung erfasst weitere Körperbereiche → mehr Schmerz …

Im Laufe der Zeit leiden auch Knochen und Gelenke, wenn die Schonhaltung zur Dauerlösung wird und damit den Bewegungsapparat verformt. Du hältst dich für gesundheitsbewusst?

Hast auch schon einen Halbmarathon mit entsprechendem Training hinter dir? – Bewegung ist gesund, keine Frage. Allerdings spielt die innere Haltung eine nicht zu unterschätzende Rolle. Wie viel Druck steht hinter dem Training? Im Prinzip gelten auch hier die Spielregeln des Jobs: To-do-Listen (Trainingsplan statt Agenda) abarbeiten, Ziele erreichen (wieder skalierbar, klar;-) und auf das große Ziel hinarbeiten (Sieg statt Projektleitung und Bonus).

Wenn du schon im Business zu viel Druck verspürst, wird der Sport dir bestenfalls nur minimale Entlastung bieten.

Wie steht es um dich? Bist du auch von Krankheiten geplagt deren Ursache du in deinem Job vermutest? Erzähle deine Geschichte und hinterlasse einen Kommentar.  

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